It Was Ten Years Ago Today
James Stratford aus Frankfurt legt Debüt-CD zum 10-jährigen Jubiläum neu auf

© Sir James Records 2005
Inspiriert von den ganz Großen der modernen Musik, beginnt ein junger Mann aus dem hessischen Gelnhausen in guter Singer-Songwriter-Manier eigene Lieder zu schreiben. Die Ergebnisse sind vielversprechend, Freunde und Musikerkollegen sind begeistert. Davon ermutigt, bringt er unter dem Namen James Stratford seine erste CD "Studying The Rain" auf den Markt. Kritiker rufen dieser Veröffentlichung Worte wie "dylanesk", "experimentell zugleich auch traditionell" nach. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Stratford lässt dem beachtlichen Debüt 1999 noch das Album "Livin' Time" folgen. Beruflich wie privat schlägt sein Leben Kapriolen. Immer wieder bezieht er seine Kraft aus der Musik. Über eine neue Liebe findet er wieder zu seinen künstlerischen Wurzeln zurück. Grund genug, das ehedem gelobte Debütalbum zum 10-jährigen Jubiläum neu aufzulegen ... und so ganz nebenbei, wirkt auch German BEAT!-Herausgeber Sven als Saxophonist mit.
Frankfurt/Main (gbip/03.11.2005) - Bob Dylan, The Beatles, The Band und The Who gehören zu seinen musikalischen Vorbildern. Stratford kann und will sich dieser Inspiration nicht entziehen. Man hörts - und dennoch ist er frei von jedem Verdacht, diese großen Künstler und ihre Songs nur zu kopieren. Ganz eigen ist ihm sein minimalistisches und bisweilen außergwöhnliches Line-Up wie bei dem Stück "Spring Of Radioactivity" (acoustic + electric guitar, robot voice, saxophone). Abgesehen von etwas "help from his sidemen" produzierte Stratford das Album im Alleingang.

Mit einer klirrenden E-Gitarre bahnt sich der Opener "She's Too Blond" seinen Weg in unsere Ohren über hoffentlich gut aufgedrehte Boxen. James Stratford überzeugt von der ersten Sekunde an den Rock'n'Roll- und Beat-Enthusiasten. Mag sogar sein, dass The Who hier Pate standen. Überhaupt beginnt James' Lebensweg an dem Tag, an dem der berühmteste Song dieser Gruppe, nämlich "My Generation", erstmals als Single erschien. Wollen wir den Songwriter noch näher kennenlernen, so offenbart er sich in dem Bluesstück "Sir James Blues" sowie dem Titelsong "Studying The Rain": Statt in Studienbücher zu schauen, studiert er aus lauter Inspiration lieber den Regen.

© Sir James Records 1996
"Spring Of Radioactivity" ist mit Abstand der außergewöhnlichste Titel des Albums. Manchmal entstehen die besten Produktionsideen aus Zufall. Das geniale Intro eines "I Feel Fine" der Beatles war das Ergebnis eines Gitarrenfeedbacks. Der Robot-Sound und psychedelische Touch des Straford-Songs ist einer Panne beim Mastern - man muss sagen - zu verdanken. Außerdem kommen hier nahezu symbiotisch zwei Klangfarben - untypisch für diese Musik - zusammen: E-Sound und Saxophon. Mit "Another Broken Dream" und "She Gotta Be Free" geht das Album autobiografisch und balladenmäßig in die letzte Runde. "She Said Hey", eine Art Rockabilly, schließt das Album so fulminant ab, wie es vor etwas mehr als zwanzig (sic!) Minuten angefangen hat.
Kritiker beschieden der Veröffentlichung seinerzeit, sie sei "dylanesk", "experimentell und traditionell zugleich" - dem Sound verlieh man das besondere Prädikat: "Low-Fi-Rödel-Noise", welches durchaus anerkennend gemeint war. Der minimalistische Ansatz des Werkes war typisch für verschiedene Produktionen aus Rödelheim - dem musisch-kreativen Stadtteil Frankfurts, in dem auch Stratford einige Jahre lebte.
Trotz aller Reminiszenzen zu den Sechziger Jahren und deren Helden klingt "Studying The Rain" alles andere als von gestern. Stratford verknüpft Stilelemente des Blues, Folkrocks, des Rock'n'Rolls - gewürzt mit etwas Psychedelik - und präsentiert uns ein Songmaterial, das sich hinter dem momentan extrem angesagten, anspruchsvollen Britpop nicht zu verstecken braucht. "Die Aufnahmen bereiteten uns damals einen riesen Spaß.", so Saxophonist Sven, "Selbst nach gut zehn Jahren strahlen James Stratfords Songs immer noch eine ungeheure Faszination aus."

Aber überzeugt euch selbst. Exklusiv für unsere Leserinnen und Leser stellen Sir James Records und German BEAT! die Ballade "Another Broken Dream" per E-Mail kostenlos bereit. Viel Spaß beim Hören! "Wir verfügten seinerzeit über eine Aufnahmetechnik, wie sie selbst zu Zeiten von 'Sgt. Pepper' nicht hätte besser sein können. Nur lagen zwischen den beiden Releases gut 28 Jahre Technikgeschichte", erinnert sich "Sideman" Sven. "James hat das Beste aus diesen Möglichkeiten gemacht."
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